http://landschaftsgeschichten-derfilm.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/625172Header_500_wollheim_01.jpg http://landschaftsgeschichten-derfilm.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/847127Header_500_wollheim_02.jpg http://landschaftsgeschichten-derfilm.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/368024Header_500_wollheim_03.jpg http://landschaftsgeschichten-derfilm.de/components/com_gk2_photoslide/images/thumbm/979335Header_500_wollheim_04.jpg

Dr. Dietrich Wollheim †

(*1924 †2014) stammt aus einer bekannten Landarztfamilie im Hegau, deren Vorfahren aus Breslau ins Badische kamen. Seine Leidenschaft für die Archäologie brachte er aus montenegrinischer Kriegsgefangenschaft mit, wo er mit Hilfe eines einzig verbliebenen Lexikonbandes, der die archäologische Ausgrabungsstätte des Nachbarorts Doclea enthielt, erste Studien trieb. Eine überraschende Version von der Geschichte Orsingens erzählt er in seiner alten Praxis, die ihm auch als Aufbewahrungsort seiner Terra-Sigillata-Sammlung dient.

Wie schon seine Vorväter studierte er Medizin und übernahm dann die Praxis seines Vaters in Steißlingen. Auch die musikalischen Talente sind in seiner Familie häufig. Sein Onkel Heiner hatte an der Staatsoper Berlin unter Wilhelm Furtwängler im Philharmonischen Orchester Bratsche gespielt. Dieser Umstand und der „Glücksfall“, dass er den KZ-Arzt kannte, rettete ihm in Dachau wohl das Leben, als er 1943 wegen Fluchthilfe inhaftiert wurde. Furtwängler hatte behauptet, Wollheim sei der Einzige, der seine handschriftlichen Kompositionen lesen und zum Druck abschreiben könne. Daher blieb er von den medizinischen Versuchen verschont. Darüber wurde in der Familie jedoch damals nicht gesprochen. Erst spät erfuhr der Neffe mehr darüber: Die Fluchtwege führten per Boot oder über den zugefrorenen Bodensee in die Schweiz. Im Bonusmaterial erzählt Dietrich Wollheim die Geschichte seines Onkels und Furtwängler ausführlich.

Dr. Dietrich Wollheim verstarb am 24. November 2014 in Steißlingen.

weiter zu
Gerd Zahner

Copyright © 2016 Marcus Welsch