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Die Landschaft

Der Hegau und die Höri bilden eine besondere Landschaft in unmittelbarer Grenze zur Schweiz: Die Halbinsel Höri mit dem Schiener Berg liegt direkt zwischen dem Zeller See bei Radolfzell und dem südwestlichen Ausläufer des Untersees, dem westlich von Konstanz gelegenem Teil des Bodensees, und zwar dort, wo der See sich verengt bevor er bei Stein am Rhein ganz zum Fluss, dem Hoch-Rhein wird. Die Landschaft des Hegaus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft nördlich der Höri und erstreckt sich von der Schweizer Grenze über die Industriestadt Singen hinaus bis zum Randen, einem südwestlichen Ausläufer der schwäbischen Alb und der Donau im Norden.

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Sowohl der Schiener Berg, vor allem aber die Vulkanberge, die der Hegau-Landschaft ihre markante Prägung verleihen, bieten eine einmalige Ansammlung von Ein- und Ausblicken.

Goethe sprach bei seinem Weg nach Italien vom Beginn der südlichen Landschaft. In der Nähe der Alpen ergibt sich für die Filmaufnahmen ein besonderer Reiz. Die Kunst bestand aber bei den Dreharbeiten genau darin, sich nicht vom Ausblick in das Alpenpanorama verführen zu lassen, sondern charakteristische Bilder aus der Landschaft selbst zu finden. Dabei stellte sich das „schlechte Wetter“ oder der Nebel oft als unverhoffte Hilfe dar, der den Blick auf das Wesentliche konzentriert.

Inspiriert durch Max Frischs Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“ lag dem Regisseur daran, die Gegenüberstellung von Erdgeschichte und Biografie durch die Einführung eines Erzählers experimentell auszuloten. Neben der Aufgabe, die Lage dieser Landschaft zu verorten und einem breitem Publikum vorzustellen, soll der zeitlich Aspekt bei der Entstehung einer Landschaft in den Blick geraten. Dabei wird die komplexe geologische Entstehung des Hegaus, der Höri und des Bodensees nur gestreift werden, zugunsten eines lakonischen Blicks auf Mensch und Natur. Die Gedanken der Menschen aus früheren Jahrhunderten über die Findlinge und die tatsächliche Beschaffenheit und Einwirkung der Eiszeiten sind nur ein Beispiel für diese Erzählhaltung.

Ebenso stehen die nüchternen geologischen Fakten im Kontrast zu den Erzählungen der Protagonisten, wie der Exilsituation der Familie des „Einsiedlers“ oder dem Charakter des „Pferdeflüsterers“. Genauso werden die Bemerkungen zur Frühgeschichte des „Spurensuchers“ oder die Gedanken des „Stadtflüchtlings“ zum Wetter und den Einfluss auf die Bewohner der Landschaft in diese lakonischen Erzählhaltung eingebunden. So dass der „Denker“ schliesslich tatsächlich die Analogie von Mentalität und der Beschaffenheit der Vulkan mit einer gewisse Konsequenz fortsetzt.

Copyright © 2016 Marcus Welsch